Leitweg-ID prüfen
Prüft Aufbau und Prüfziffer einer Leitweg-ID nach der offiziellen Formatspezifikation (KoSIT, Version 2.0.2). Fehlt die Prüfziffer, wird sie berechnet.
Was ist die Leitweg-ID?
Die Leitweg-ID ist die Adresse einer öffentlichen Stelle für E-Rechnungen. Bund, Länder und Kommunen leiten eingehende XRechnungen damit an die richtige Stelle weiter. Sie bekommen sie vom Auftraggeber, meist mit der Bestellung oder dem Vertrag.
Aufbau
Eine Leitweg-ID besteht aus bis zu drei Teilen, getrennt durch Bindestriche:
- Grobadressierung (Pflicht, 2–12 Ziffern): Kennzahl des Bundeslandes (01–16) oder des Bundes (99), optional gefolgt von Regierungsbezirk, Landkreis und Gemeinde. Möglich sind 2, 3, 5, 8, 9 oder 12 Stellen.
- Feinadressierung (optional, bis 30 Zeichen A–Z und 0–9): wird von der Stelle selbst vergeben.
- Prüfziffer (Pflicht, 2 Ziffern): nach ISO/IEC 7064 Modulo 97-10 berechnet, wie bei der IBAN.
Beispiel aus der Spezifikation: 04011000-1234512345-06.
Wo gehört sie in die XRechnung?
In das Feld Käuferreferenz (BT-10, Buyer reference). Bei Rechnungen an öffentliche Auftraggeber ist sie dort Pflicht. Ohne gültige Leitweg-ID wird die Rechnung in der Regel abgewiesen.
Rechnen Sie mit Stripe ab? Mit Invoiceer für Stripe tragen Sie die Leitweg-ID einmal als Kunden-Metadaten leitweg_id ein. Jede Rechnung an diesen Kunden wird dann automatisch zur XRechnung mit der richtigen Käuferreferenz.
Häufige Fragen
Wo finde ich die Leitweg-ID?
Der öffentliche Auftraggeber teilt sie Ihnen mit, meist in der Bestellung, im Vertrag oder auf Nachfrage bei der Rechnungsstelle. Raten Sie sie nicht: Sie bestimmt, wer Ihre Rechnung erhält.
Brauche ich eine Leitweg-ID bei Rechnungen an Unternehmen?
Nein. Bei Rechnungen an Unternehmen genügt als Käuferreferenz jede vereinbarte Referenz, z. B. eine Bestell- oder Kundennummer.
Was bedeutet eine falsche Prüfziffer?
Meist ist ein Zeichen vertippt oder vertauscht. Prüfen Sie die Leitweg-ID beim Auftraggeber nach, statt die Prüfziffer selbst anzupassen.